LUCIO MASCOTAS
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Tierhaarallergien

Manche Menschen reagieren allergisch auf Tiere/ -haare. Dabei sind entgegen der Begrifflichkeit weniger die Haare an sich, als vielmehr die im Zusammenhang mit den Tieren bestehenden Ausscheidungen (wie Schweiß, Talg, Speichel, Urin) maßgeblich. Die Allergene (nämlich die Substanzen, welche die Reaktionen auslösen) variieren nicht nur den verschiedenen Tierarten entsprechend, sondern auch je nach Rasse einer Art.

 

Die meisten Tierhaar-Allergiker reagieren auf Katzen. Aber eben nicht auf jede Rasse mit gleicher Intensität. Es gibt durchaus auch unter den Katzenrassen welche, die Allergene nicht gleichermaßen freisetzen.

 

Bei Hunden ist es ähnlich. Mal ganz abgesehen davon, dass die meisten Tierhaarallergiker von vornherein gar nicht auf Hunde reagieren. Hundehaarallergien sind ausgesprochen selten. So ist es beispielsweise auch bei einem unserer Söhne. Mal übertrieben dargestellt, braucht er bloß Worte wie Pferd, Katze oder Hase hören und lässt schon wild blühende Hautstellen erahnen. Auf Hunde dahingegen reagiert er quasi gar nicht.

 

Mit der Überlegung, ob man sich ein Tier anschafft, sollten diese Gegebenheiten geklärt sein! Dabei muss man unbedingt beachten, dass sich Allergien auch verschieben können, d.h. eine Person, die zeitlebens nie auf ein bestimmtes Allergen angesprungen ist, kann ohne Ankündigung plötzlich auf eben dieses Allergen reagieren!

 

Nun stellt sich die Frage, wie man sich innerhalb dieser Allergiker-Familien entscheidet. Sicherlich ist  Kontaktarmut eine Taktik. Das hieße, bloß nicht durch die Tierhaltung dem vermeidbaren Risiko aussetzen. Bestimmt ist dieser Weg auch als einziger begehbar, sofern schon eine konkrete Allergie besteht.

 

 Was ist aber mit Familien wie der unseren?

 Wenn sich die Allergien eingrenzen lassen, könnte man eben auch den naturheilkundlichen Thesen folgen, die da lauten, dass beispielsweise Kinder, die von Geburt an bestimmten Allergenen ausgesetzt werden, auf dieselben nur selten reagieren werden. Hier kommt also genau die gegensätzliche Vorgehensweise zur Anwendung: konsequenter Kontakt fördert ausbleibende Überempfindlichkeitsreaktionen.

Zurück zum Havaneser: Er gehört wie manch eine Katzenrasse zu den Hunden, die offenbar kaum Allergene freisetzen. Und das hängt nicht, wie fälschlicherweise oft behauptet, damit zusammen, dass der Havi kaum haart! Denn am Beispiel des Pudels lässt sich Gegenteiliges erkennen. Aufgrund seiner ureigenen Fellstruktur haart auch der Pudel kaum. Und trotzdem reagieren Allergiker überdurchschnittlich oft auf diese Hunderasse. Beim Havaneser ist es anders. Selbst Hundehaar-Allergiker reagieren unterdurchschnittlich auf den Havi.

Im Fazit ließe sich zusammenfassen:

  • liegt eine Hundehaarallergie vor, sollte man vorsichtshalber die Finger von der Hundehaltung lassen! An dieser Stelle sollte jedem klar sein, dass selbst eine fachkundlich begleitete Desensibilisierung bei Reaktionen auf Tierhaare im Gegensatz zu anderen Allergien nur wenig erfolgversprechend ist.
  • gibt es Allergiker in der Familie, blieben vorerst Reaktionen auf Hunde -vorzugsweise die favorisierte Rasse- zu prüfen!
  • falls bei dem Kontakt mit Hunden Überempfindlichkeitsreaktionen ausbleiben, sollte man sich nicht davon beeindrucken lassen, dass sich Allergien verschieben können. Ein stetiger Kontakt mit bestimmten Allergenen könnte sich eher sogar positiv auf die Entwicklung der Allergie auswirken! Selbst Menschen, die noch nie Reaktionen gezeigt haben, können völlig unvermittelt auf bestimmte Substanzen anschlagen. Folgerichtig ist diese Entwicklung bei niemandem vorhersehbar.

Wir nehmen uns nach Terminabsprache immer gerne für jeden Zeit, der sich in natura durch tatsächliche Kontaktaufnahme seiner möglichen Reaktionen auf den Havaneser testen möchte.

Bitte bedenken Sie an dieser Stelle nur, dass dieses Zusammentreffen nicht für alle anderen Hunderassen als repräsentativ gewertet werden kann.

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