|
|  |

-
zur Anschaffung grundsätzlich: Gehen Sie in sich und überlegen gut. Sicherlich wird Ihnen ohnehin genügend Zeit bleiben, denn Ihr Hund soll schließlich ein vollwertiges Familienmitglied werden. Also wird die Suche nach dem geeigneten Begleiter ohnehin Zeit in Anspruch nehmen. An dieser Stelle darf ich nur kurz am Rande erwähnen, dass wir wirklich lange Zeit auf der Suche nach weiterem Havi- Zuwachs waren (einige Züchter werden zustimmend abnicken, denn ich wüsste nicht, zu welchem der Havi-Züchter ich in dieser Phase noch keinen Kontakt aufgenommen hätte - vielen Dank an dieser Stelle für die zumeist sehr aufschlussreichen und netten Kontakte ;-)). Nachdem wir aber mit Emma zweifelsohne schon unseren Traumhund gefunden hatten, war die Suche schon etwas geprägt, vielleicht sogar eingeschränkt. Dann hatten wir beschlossen, uns zunächst vollends auf Emmas Nachwuchs zu konzentrieren und der Dinge zu harren, die sich dann später womöglich ganz von selbst ergeben... und Emma schenkte uns wundervollen Nachwuchs - darunter unsere Lotte... Aber zurück zu Ihren Überlegungen: Der Havi kann mal ganz locker 15 Jahre alt werden, d.h. auch für Sie, einen ganzen Lebensabschnitt mit dem Hund zu verbringen. Mit all´ den Einschränkungen der Hundehaltung:
-
Man ist täglich in der Gestaltung des Tages gebunden! Der Hund ist wenigstens drei- bis viermal täglich auszuführen. Übrigens entbindet auch ein eigenes Grundstück von dieser Pflicht nicht. Denn der Hund braucht die Kontakte zu Artgenossen, denen er auf Spaziergängen begegnen kann. Er möchte immer wieder Neuigkeiten erfahren ("Zeitung lesen" durch Schnüffeln draußen). Oder würde es Ihnen gefallen, immer wieder dieselbe Zeitung zu lesen? An dieser Stelle habe ich übrigens endlich mal die Gelegenheit, mit einem weit verbreiteten Vorurteil aufzuräumen: Es ist für jeden Hund -egal welcher Größe- unschädlich, in der Wohnung gehalten zu werden! Hunde sind Rudeltiere und keine Reviertiere. Die Umgebung ist ihnen egal, solange sie ansonsten artgerecht gehalten werden. Und dazu gehört die Beschäftigung, der Auslauf und die Möglichkeit, einen Großteil des Tages am Leben des restlichen Rudels teilhaben zu können. Nicht das schönste Grundstück wird den Hund dazu bringen, sich hier selbständig Auslauf und ein glückliches Dasein zu verschaffen. Viel lieber bleibt er in der Nähe seines Rudels. Und das kann er in einer Wohnung ebenso finden wie auf der Terrasse eines Einfamilienhauses. In keinem Fall aber darf die Beschäftigung mit dem Hund ausbleiben, genügend Zuwendung und möglichst die Vermittlung einer Aufgabe innerhalb des Rudels. Ein wahres Paradies bietet natürlich der verantwortungvolle Hundebesitzer, der das alles beherzigt und darüber hinaus noch ein Plätzchen im Einfamilienhaus mit Garten bietet.

-
Gerade der Havi will gepflegt sein! Sein langes Fell lässt keine Faulheit zu! Der Havi muss anfangs möglichst täglich, im Erwachsenenalter 1-2 Mal wöchentlich gebürstet werden und auch in regelmäßigem Abstand gebadet werden. Als wir Emma für diese Homepage fotografiert haben, war kein schlechtes Wetter! Von den ganz trockenen Sommermonaten mal abgesehen, sieht sie nach fast jedem Spaziergang genau so aus!

-
Der Hund sollte nicht länger als etwa fünf Stunden täglich alleine bleiben. Das gilt übrigens nur für erwachsene Hunde! Ein Welpe ist noch nicht annähernd in der Lage, einen längeren Zeitraum allein zu bleiben! Hierfür bedarf es eines gewachsenen Vertrauens und monatelangen, konsequenten Trainings! Es gibt folgende Faustregel für´s Allein-Bleiben: Junghunde bis zu 6 Monate höchstens 2 Stunden - Hunde bis zu 1 Jahr höchstens 4 Stunden - und erst ab 1 Jahr etwas über 4 Stunden! Gerade der Havi ist aber besonders anhänglich und fühlt sich seinem Rudel verbunden. Im Gegensatz zu manch einer anderen Rasse ist es für ihn nicht leicht, seine Lieben stundenlang zu missen.
-
Ein Hund verursacht Kosten: Futter, Tierarzt, Versicherung, Hundesteuer etc. wollen erst einmal bezahlt sein.
-
Ein Hund verursacht Schmutz. Hunde sind Aasfresser - sie lieben es, sich in Aas zu sühlen, denselben oder auch Kot von Katzen, anderen Tieren, Menschen zu fressen. Aber allein der Schmutz, der an den kleinen Pfötchen hängen bleibt... Nicht alle Hundehalter leben deshalb zwangsläufig in verdreckten Haushalten. Aber machen Sie sich bewusst, dass die Hausarbeit vielleicht etwas intensiviert werden muss, um denselben Pflegezustand erhalten zu können! Und nur nebenbei: Ein Welpe macht auch einiges kaputt! Wenngleich die Welpenzeit zwangsläufig ein Ende nimmt, muss bis dahin ggf. der Couchtisch, das Sofa oder auch nur das Paar Schuhe ausgewechselt/ neu angeschafft werden!

-
Klären Sie unbedingt auch, ob ggf. der Vermieter eine Hundehaltung vorsieht bzw. gestattet. Ein Hund ist kein Gegenstand, der bei Nichtgefallen einfach wieder verkauft oder anderweitig abgeschoben werden kann! Übrigens sehen unsere Kaufverträge entsprechende Einschränkungen, die Weitergabe des Hundes betreffend, vor. Wenn Sie sich also nicht absolut sicher sind, dass einer unserer Welpen Sie bis an sein Lebensende begleiten wird, sollten Sie unbedingt vom Kauf Abstand nehmen! Bitte haben Sie Verständnis für diese allgemeingültige Aussage.

Sie sind noch immer der festen Überzeugung, sich unbedingt einen Hund anschaffen zu wollen? Alle Anmerkungen haben Sie nicht abschrecken können?
Dann freue ich mich darüber, dass Sie an dieser Stelle weiter lesen und ich Ihnen mitteilen darf, dass Hundehaltung natürlich nicht nur von Schrecken geprägt ist.
Gerade für Kinder, die übrigens dem Kleinkindalter entwachsen sein sollten (!), gibt es kaum einen vergleichbar geeigneten Begleiter in ihrem jungen Leben. Der Hund freut sich auf ihre Gesellschaft und auf gemeinsame Spiele. Im Falle einer engen Bindung spürt er instinktiv Gemütsschwankungen und leistet in Rahmen seiner Möglichkeiten Hilfestellung, übrigens ohne lästige Fragerei - wie es beispielswiese viele Eltern zur Angewohnheit haben... Kinder lernen frühzeitig, Verantwortung zu übernehmen und dem Lebewesen im allgemeinen respektvoll zu begegnen.

Aber natürlich muss man nicht jung sein, um die Gesellschaft des Hundes schätzen und in vollen Zügen genießen zu lernen. Es ist eine einmalige Bindung, die seinesgleichen sucht und die zu erfahren manch´ Lebensinhalt vervollständigt.

Hier angelangt, möchte ich Ihnen noch ein paar Tips an die Hand geben:
-
Züchterwahl : Vorsicht bei Züchtern, die mehrere Rassen züchten und bei denen die Welpen abgeschirmt vom Menschen auf kleinstem Raum aufwachsen müssen! Es könnte sein, dass Sie an einen Händler geraten sind! Sie sollten auch bedenken, dass der Welpe in seinen ersten Lebenswochen geprägt wird und demnach schon vieles erlebt haben sollte (nur ein Beispiel: Hunde, die in ländlicher Umgebung aufwachsen, sollten schon einmal einem Auto begegnet sein oder andersrum sollte Stadthunden frühzeitig der Kontakt zu Artgenossen und auch anderen Tieren geboten werden). Nur dann sind beste Voraussetzungen für ein unerschrockenes, sozialverträgliches Wesen des Hundes geschaffen worden.
-
Zucht im VDH: Die Auflagen zu den Rassestandards der Elterntiere, deren Voraussetzungen für die Zuchttauglichkeit, ihrer Verpaarung, die Aufzucht der Welpen sind hier eng gestrickt, so dass in der Regel ein Züchter des VDH verantwortungsvoll mit seiner Aufgabe umgeht. Das soll nicht bedeuten, dass es in anderen Verbänden nur unseriöse Züchter gibt, aber zumeist sind einige der gesundheitlichen Bdingungen, derer es im VDH bedarf, um einen Hund zur Zucht überhaupt erst zulassen zu können, dort nicht zwingend vorgeschrieben. Folgerichtig kann der einzelne Züchter seine Zucht zwar verantwortungsbewusst angehen, zwangsläufig aber sind die Tiere vorangegangener Generationen nicht lückenlos gesundheitlich überprüft. Deshalb empfehlen wir von vornherein den Hundekauf nur bei einem im VDH eingetragenen Züchter!
-
Preis eines Welpen: Bevor ein Züchter im VDH Mitglied und als Züchter eingetragen werden kann, müssen einige Voraussetzungen und Auflagen erfüllt werden. Beispielsweise müssen bestimmte tierärztliche (teils aufwändige und kostenintensive) Untersuchungen durchgeführt worden sein, die Hündin ist im Zuge einer Zuchtzulassungsprüfung einem Richter vorzustellen (es fallen Fahrtkosten, Meldekosten etc. an). Es sind Deckgebühren zu entrichten. Die Welpenaufzucht (mit tierärztlicher, räumlicher, ernährungstechnischer Versorgung) ist kostspielig. Diese Liste ließe sich endlos fortführen und soll doch nur der Veranschaulichung dienen. Die Kosten eines Havaneser-Welpen dürften im Bereich von 1.000 bis 1.200,- EUR liegen und damit für den Züchter in etwa kostendeckend angesetzt sein! Vorausgesetzt, es handelt sich um einen seriösen Züchter, der seine Hunde verantwortungsvoll und artgerecht hält.
-
Welpenwahl: Manchmal entscheidet die Liebe auf den ersten Blick. In diesem Fall sollte man sicherlich seinem Herzen folgen. Denn der Welpe wird zu einem jahrelangen treuen Begleiter heranwachsen. Was kann einem also besseres passieren, als einen geliebten Hund jahrelang an seiner Seite zu wissen? Aber wonach sollte man sich richten, wenn man am liebsten alle gleich gerne mitnehmen würde? Vielleicht vergegenwärtigt man sich dann, dass jeder Hund ein Individuum ist, mit ganz eigenen Charakterzügen. Auch Hunde derselben Rasse haben ganz eigene Wesensmerkmale. Also wird nicht unbedingt ein ruhebedürftiger, zurückhaltender Hund in die Stadt oder zu einer aufgeweckten Familie, sondern eher zu einem gesetzten Paar oder älterem Menschen passen. Dabei muss natürlich berücksichtigt werden, dass auch Hundekinder noch viel dazu lernen und sich entwickeln. Mitunter stehen sie in ihrem Geschwister-Rudel noch zu sehr unter dem Pantoffel und leben erst in ihrem neuen Menschen-Rudel so richtig auf. Ganz bestimmt aber kann der Züchter eine grobe Einschätzung geben und Ihnen bei der Qual der Wahl behilflich sein! Nur noch so viel: Gehen Sie vielleicht hinsichtlich des Geschlechts oder der Farbe unvoreingenommen zu ihrem ersten Hunde-Besuch. Denn dann haben Sie beste Voraussetzungen geschaffen, nur Ihr Herz sprechen zu lassen!

Wenn Sie nach aufmerksamer Studie unserer Homepage an dieser Stelle angekommen sind, wird Ihnen nicht entgangen sein, dass wir hohe Anforderungen an uns selbst im Rahmen der Hundehaltung, an unsere Zuchtvorstellungen, aber eben auch an den Welpenkäufer haben.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir unsere Welpen nicht ungefragt und ungesehen an jeden etwaigen Interessenten abgeben. Vielmehr erlauben wir uns, dem Welpeninteressenten die eine oder andere unbequeme Frage zu stellen und ihn persönlich kennenlernen zu wollen. Dahinter steckt keine Boshaftigkeit, sondern vielmehr das Bestreben, für jeden unserer Welpen ein passendes und dauerhaft liebevolles zu Hause zu finden.
Aber bitte nicht grundsätzlich abschrecken lassen, natürlich freuen wir uns auf jede Anfrage!

|