LUCIO MASCOTAS
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Emma

 

Das bin ich, eine waschechte Havaneser-Hündin.

Ich heiße

Hera-Emma und werde Emma

genannt.

Ich bin ein Kuschel-Tobe-Agility-Spaß-Hund, gehe gerne mit meinem Frauchen joggen, renne mit jedem um die Wette, der es mit mir aufnehmen kann, aber genieße auch die ruhigen Stunden auf dem Sofa.

Ich wurde am 30.12.2006 geboren und habe bis vor kurzem mit meiner Familie in Berlin gewohnt. Das war schon trubelig in unserer schönen Hauptstadt. Hier gibt es Menschenansammlungen, viel Lärm durch Verkehr und jede Menge Ablenkungen. Und meine Menschen und ich immer mitten im Geschehen.

In der Stadt  habe ich ziemlich viel gelernt, meine Menschen nennen das Sozialisierung. Nur von Fremden lasse ich mich immer noch nicht gerne anfassen. Nicht, dass ich ängstlich wäre, aber ich habe eben meinen eigenen Kopf. Und ich habe beobachtet, dass auch die Menschen nicht jedem Fremden, dem sie auf der Straße begegnen, sofort um den Hals fallen.

Inzwischen sind wir umgezogen, in einen kleinen berliner Vorort namens Mahlow. Hier haben wir ein kleines Häuschen und ein großen Garten zum Spielen.

Der Trubel der Stadt fehlt mir gar nicht mehr. Ich genieße es, meinen Bauch in die Sonne zu strecken, dabei faul auf der Terrasse rum zu liegen, die vielen kleinen Bewohner der Natur zu beobachten oder mit meinen Kindern durch den Garten zu flitzen, manchmal auch von ihnen mit aufs Trampolin oder die Schaukel genommen zu werden.

Zwei Häuserblocks entfernt sind unendlich viele Felder, die zu Entdeckungstouren einladen und auf denen ich viele Spielkameraden treffe.

Am besten, ich überrede meine Menschen, nicht wieder in die Stadt zurück zu ziehen.

 

Frauchen berichtet

Emma ist ein vollwertiges Familienmitglied mit allem Trubel, der dazu gehört und kommt fast immer mit auf Fahrt.

Am liebsten ist sie in Gesellschaft unserer Kinder, mit ihnen unternimmt sie alles, was Spaß macht, so wie

  • echte Schlammschlachten

 

  • oder Wettrennen

  • oder Versteck spielen (auf den Fotos als Kuscheltier getarnt)

Auf Ausstellungen fühlt sich Emma nicht sonderlich wohl. Das mag damit zusammenhängen, dass auch uns menschlichen Begleitern das Prozedere im Ausstellungswesen nicht wirklich leicht von der Hand geht. Unsere Stärke liegt eher in der Hundeausbildung als solche. Deshalb reduzieren wir unsere Vorstellungen im Rahmen einer Hundeschau auf das erforderliche Minimum. Was übrigens nicht heißt, dass wir nicht gerne und entspannt außerhalb des Ringes in die Rolle des Zuschauers schlüpfen. Denn es ist schon bemerkenswert, wie gekonnt die Hunde hier mitunter vorgeführt werden und wie sich einige Hunde gar selbst positionieren.

Deshalb lassen wir uns gerne mal von der Fachfrau beim Ringtraining anleiten. Emma und ich hören immer sehr genau zu und glauben beide fest daran, noch sehr viel dazu lernen zu können....

 

...und wenn es dann trotzdem nicht auf Anhieb klappt, nehmen wir es einfach mit Humor!

 

Davon unabhängig hat Emma ihre Zuchtzulassungsprüfung im VDH problemlos absolvieren können. Inzwischen hat sie einem prachvollen elfer Wurf (also einer ganzen Fußballmannschaft!!!) und nach zweijähriger, wohl verdienter Pause unseren acht Sternschnuppen das Leben geschenkt und sich ihrer Aufgabe als Mama mit voller Hingabe gewidmet .

 

Emma ist eine qietschfidele, gesunde Hündin, die den Auflagen des Zuchtverbandes entsprechend auf rassetypische Erbkrankheiten untersucht wurde - wenngleich es ohnehin unserer Überzeugung entspricht, ausschließlich mit absolut gesunden Rassevertretern zu züchten. Also finden hier eher der Vollständigkeit halber die folgenden, durchgehend negativen Befunde Erwähnung

PL (Patellaluxation - Verlagerung der Kniescheibe) 0/0

Katarakt (Grauer Star) frei

PHTVL (persistierende hyperplastischer Tunica vasculosa lentis - eingeschränkte oder fehlende Rücbildung des Blutgeflechtes der Linse) / PHPV (persistierender hyperplastischer primärer Glaskörper - übermäßige Ausbildung des Glaskörpers) frei

MPP (Membrana Pupillaris Persistens - abnorme Stränge von Irisgewebe über der Pupille) frei

CEA (Collie Augenanomalie - Entwicklungsstörung des Augenhintergrundes) frei

PRA (Retinadegeneration - Netzhauterkrankung) frei

RD (Retinadysplasie - fehlerhafte Ausbildung der Netzhaut) frei

Die Untersuchungen wurden in den Jahren 2008 und 2010 durchgeführt.

Als medizinischer Laie habe ich versucht, die Begrifflichkeiten für jedermann verständlich darzulegen. Fachleute sehen mir bitte nach, falls es den Erklärungen an Vollständigkeit mangelt. Es ist lediglich beabsichtigt, die Untersuchungsergebnisse transparent zu gestalten, statt Abkürzungen zu gebrauchen, die dem Laien vermutlich unverständlich sind.

 Lotte

Bevor ich mich vorstelle, seid Ihr erst einmal dran: Na, wer erkennt mich?

Wer schon ab und zu mal bei uns auf den Seiten gelandet ist, dürfte keine Schwierigkeiten haben. Ein kleiner Tipp: Achtet mal auf die weiße Schwanzspitze, die habe ich extra für Euch aufgehoben - als Wiedererkennungszeichen! 

Ganz richtig: Ich bin eine von Emmas Töchtern aus dem A-Wurf:

Lucio Mascotas Abigail - genannt Lotte.

Zusammen mit meinen Geschwistern waren wir eine ganze Fußball-Mannschaft.  Und ich hatte eine Position im Sturm. Meine Geschwister sind inzwischen ausgezogen und spielen bei ihren neuen Familien weiter, aber ich bin hier geblieben und nehme meine Stürmer-Rolle sehr ernst.

Sogar meine Mama überrede ich immer zum Springen, Rennen und Bolzen. Nur manchmal verlässt sie das Spielfeld und mimt den Schiedsrichter. Sie nennt das "Erziehung" und das macht so gar keinen Spaß. Aber ich habe viele Verstecke entdeckt, die sie nicht stürmen kann, weil sie nicht rein passt...

Nun schaut mal, was ich noch für Euch aufgehoben habe:

Ein paar Fotos von meinen Kindern. Die haben mich auf dieser Erde mit in Empfang genommen und gleich gekuschelt. Und wenn keiner von den großen Menschen dabei war, durfte ich sogar mit in die warmen Kinder-Schnuffel-Betten - zusammen mit meinen Geschwistern (so wie auf dem unteren Foto im Arm eines meiner Kinder - da seht Ihr meinen Bruder Al Capone) oder auch mal ganz alleine.

Die Jungs haben uns dann immer an ihren warmen Bauch gehalten. Darum lege ich mich auch heute noch am liebsten auf Menschenbäuche.

Die Kinder durften immer so wie sie waren zu uns Hundebabys. Nur unser Besuch von draußen wurde anfangs in so merkwürdige Astronauten-Anzüge gesteckt, auch wenn der Besuch eigentlich irgendwie mit zur Menschenfamilie gehört. So wie hier, der Onkel meiner Kinder. Weil er aber nicht bei uns wohnt, würde ihn  ein anderes Keimmilieu umgeben, meinten die Menschen. Keine Ahnung, was das ist. Für uns hat der Onkel auch genauso gut nach Mensch gerochen, er sah nur jedesmal sehr lustig aus in seinem weißen Anzug (hier ist er gerade mit meinem Bruder Al Bundy zu sehen). 

Inzwischen sind fast fünf Monate vergangen und ich bin mächtig gewachsen, schaut mal:

Wenn ich mich mächtig strecke, kann ich mich schon fast so lang wie meine Mama machen, aber an ihre Höhe reiche ich nicht ganz ran. Dafür springe ich um so besser. Das ist sowieso mein allerliebstes Spiel: Flummi sein. So wie mein Papa, der kann das auch gut. Meine Menschen sagen, ich hätte auch sonst ganz viel vom Papa: seinen eigentlich unverwechselbaren Blick, die lustige Farbgebung und das wuselige Wesen.

Manche meiner Geschwister sind mir so ziemlich ähnlich. Ein paar von ihnen treffe ich einmal in der Woche. Zusammen toben wir wie verrückt durch den Wald und machen die Gegend unsicher. Meine Mama ist dann auch für jeden Spaß zu haben. Sie zeigt uns das Gelände, stellt uns ihre großen Freunde vor und besteht darauf, dass wir uns von den Menschen gut erziehen lassen. Aber immerhin hat sie den Menschen zugeflüstert, dass wir dafür mächtig viele Leckerlies bekommen sollten.

Und nach der Spielstunde erobere ich mir meinen Lieblingsplatz auf der Sofalehne zum Chillen, das sieht dann so aus:

Auf diesem Foto bin ich schon ein ganzes halbes Jahr alt.

Also höchste Zeit, Euch mal wieder meine Geschwister zu zeigen. Ich würde ja allzu gerne alle von ihnen jede Woche zur Spielstunde treffen. Aber die meisten wohnen viel zu weit weg. Da bleibt auch mir nur, ihre Fotos anzusehen. Und hier sind zwei von meinen Brüdern, die ich regelmäßig treffe: zwei ganze Charmeure.

Sobald meine Kinder die beiden sehen, ist es wie früher in unserer tummeligen Wurfkiste - da wird gekuschelt was das Zeug hält. 

Pepino genießt  mit allen Sinnen

Joshi hält in alter Verbundenheit zu seinem Menschenkind für dieses Foto ganz still, während wir anderen schon längst wieder herum toben

Nach der Spielzeit gibt´s Kauknochen.

Bei meinem Bruder Pepino kuschel ich mich am liebsten ganz dicht an, aber meinen Knochen lege ich dann doch lieber auf die andere Seite, um ihn für mich zu behalten. Man kann ja nie wissen.... mein Bruder ist nämlich ein kleiner Filou...

So meine Lieben,

nun muss ich hier zu Hause erst mal wieder für Ordnung sorgen. Ganz bald berichte ich aber weiter von meiner Familie, von mir  und schon bald bestimmt auch von meinen anderen Geschwistern!

Lilly

heißt mit vollem Namen

Jana´s Hope for Lucio Mascotas

und ist eine waschechte Amerikanerin.

Lilly wurde am 09.12.2010 als erste von drei Geschwistern geboren und ist inmitten der Züchterfamilie, zusammen mit Kindern, Katzen und mehreren erwachsenen Havanesern liebevoll großgezogen worden. Obwohl die Familie auf dem Land lebt, fernab von der Großstadthektik, hat die Züchterin es geschafft, Lilly einen Großteil der Eindrücke, die einem Welpen überall auf der Welt begegnen können, zu vermitteln.

Lilly ist ausgesprochen unerschrocken. Sie läuft auf jeden Menschen und jede Art von Tier freudig zu und fordert ihr Gegenüber zum Spiel auf. Selbst unbekannte und lautstarke Geräusche nimmt sie nur nebenbei zur Kenntnis. Sie ist sehr auf den Menschen geprägt und hat mir schon bei unserem ersten Treffen auf Anhieb Vertrauen geschenkt. Sie ist ein kleiner Streber, immer folgsam und bemüht, ihren Menschen zu gefallen.

Schon lange waren wir auf der Suche nach weiterem Familienzuwachs, als wir per Zufall auf Lilly´s Züchterin aufmerksam wurden. Anfangs war es nur ein flüchtiger Gedanke, sich auch außerhalb Deutschlands, ja sogar außerhalb Europas nach einem Havanesermädchen umzusehen. Aber beim Anblick der ersten Welpenfotos haben wir uns so sehr in Lilly verliebt , dass wir alles daran setzen wollten, uns grundlegend über dieses etwas tollkühne Vorhaben zu informieren.

Mit jeder E-Mail und jedem Telefonat war ich überzeugter: Das ist sie!

Lilly´s Züchterin hielt uns über die Entwicklung der Kleinen über mehrere Wochen hinweg auf dem Laufenden. Mit ihrer offenen und verspielten Art zeigte sich Lilly als ziemlich passend für unsere trubelige Familiensituation. Noch dazu kommt sie aus einer exellenten Verpaarung und verspricht mal eine hübsche Hündin am Rassestandard zu werden (das muss man als Züchter natürlich auch ins Kalkül ziehen).

Also haben wir uns entschlossen, auf Abenteuerreise zu gehen und Lilly nach Deutschland zu holen. Ich halte nichts davon, einen Hund in eine Box zu stopfen, um ihn dann ganz sich selbst überlassen ins Flugzeug zu setzen, schon gar nicht, wenn es ein Welpe ist. Deshalb bin ich kurzerhand selbst in die USA geflogen, um Lilly persönlich abholen zu können.

Inzwischen ist Lilly glücklich bei uns gelandet.

Wir selbst sind nun seit langem mal wieder damit beschäftigt, einen Welpen großzuziehen - auch uns versucht die Kleine mit der Schoko - Schnute immer wieder um den Finger zu wickeln. Wenn sie es dann schafft, spreche ich schnell deutsch, die Sprache versteht sie ja noch nicht ;-))

 

 

Lilly zögert nicht, allen erdenklichen Unsinn, den sie permanent im Kopf hat, sofort in die Tat umzusetzen. Emma und Lotte fühlen sich dadurch in ihrer Autorität manchmal etwas untergraben und rufen den Zögling regelmäßig zur Räson. Und so als kleiner Streber muss sich Lilly notgedrungen fügen.

Meistens hat Lilly überhaupt keine Ahnung von den Dingen, mit denen sich unsere erwachsenen Havanesermädchen so beschäftigen. Das Fragezeichen steht ihr ins Gesicht geschrieben. Aber sie löst es, indem sie einfach erstmal alles nachmacht. Muss ja irgendeinen Sinn haben, was die Großen so treiben...

Schätzungsweise braucht es noch etwas, bis Lilly Sinn und Unsinn des Lebens  kennen und vor allem voneinander unterscheiden gelernt hat! 

Dabei ist sie unermüdlich. Den ganzen Tag ist Lilly auf Entdeckungstour, unbeirrt von neuen Eindrücken oder aber wiederkehrenden Erlebnissen. "Und täglich grüßt das Murmeltier", aber Lilly hat Spaß daran. Sie stellt die Welt auf den Kopf und dreht sie um sich herum. Sie ist mit Abstand einer der anstrengendsten Welpen, die ich jemals aufgezogen habe. Aber ihre größte Stärke liegt darin, den Unschuldsblick aufzusetzen.

Und schon muss man einfach schmunzeln und hat das gerade von ihr verursachte Chaos vergessen.

Schätzungsweise ist das naturgegeben. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Menschen- und Hundekinder die wunderschönsten, herzerwärmendsten und hinreißendsten Blicke aufsetzen können?

Ich habe da so eine Ahnung, warum das so ist....

 

Good bye guys! See you later! 

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